Bewegte Großstadt

Konzeption und Storyboard für eine Multimedia-Installation im Berliner Filmmuseum
BewegteGroßstadt

Verlockung und Bedrohung, Traum und Angst, im Film transportiert das Bild der Großstadt die unterschiedlichsten Botschaften. Dabei sind es nicht die möglichst realistischen Abbilder der Stadt, sondern abstrakte Konstruktionen, denen die Transformation der Emotion gelingt. Zwischen Metropolis und Gotham City, von Hudsuckers Chicago bis zu Snake Plisskens New York, vom metropolen Alptraum des Blade Runners mitten hinein ins Herz der DARK CITY führt die Suche nach der verschwundenen Roboter-Maria ohne die der Klassiker von Fritz Lang nur noch ein Filmfragment im Archiv der Kinemathek wäre. In einem Fahrsimulator, beraten von einem sprechenden Computer und abgelenkt von gelegentlich Funktelefonanrufern durchstreift der Besucher die Filmwelten, immer auf der Suche nach der richtigen, falschen, der nachgebauten Maria aus METROPOLIS. Die richtigen Reaktionen auf die Anregungen und Ablenkungen von Computer und Telefon sind ebenso wichtig wie die Orientierung im dichten Verkehr der Metropolen.
Wird es gelingen, die Roboter-Maria von METROPOLIS innerhalb von drei Minuten wieder in die Kopie der Kinemathek zu bannen?

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Berlin 2000